Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.

Am Telefon werde ich häufiger gefragt, „Haben Sie gerade Zeit für eine kurze Frage?“.

Wie man erahnen kann, sind diese kurzen Fragen meist längere Gespräche.
Beim Formulieren der Frage merkt mein Gegenüber meist schnell das seine Frage Vorwissen meinerseits benötigt und fängt an unsortiert zu berichten worum es ihm geht. Die Zeit für solche Gespräche habe ich genauso wenig oder viel, wie jeder andere. Ich muss meine Kliententermine wahrnehmen, meine Dokumentationen schreiben, meinen Bürokratieteil erledigen, einen Haushalt führen, für mich sorgen, so wie jeder andere im Leben so seine eigenen Verpflichtungen hat. Also habe ich die Zeit?

Nein. Ich habe keine Zeit, aber paradoxerweise kann ich sie mir fast immer nehmen.

Ja klar, das gehört zur Klientenakquise höre ich, wenn ich über so etwas mit anderen spreche. Mhh, ja, vielleicht auch, aber in erster Linie gehört das zu meinen persönlichen Prioritäten. Nicht nur das ich neugierig auf andere Menschen bin, grundsätzlich erst mal jeden mag bis er mir beweist, dass ich ihn nicht mögen sollte (Vielleicht schon die gesteigerte Optimismusbias des Alters? ([http://de.in-mind.org/blog/post/warum-altern-gluecklich-macht]), sondern auch, weil ich für mich beschlossen habe das Menschen mir wichtig sind und ich mich auf sie einlassen möchte.

Hätte ich einen anderen Beruf gewählt, hätte ich vielleicht andere Prioritäten, aber mehr Zeit hätte ich dadurch nicht. Ich würde mir aber mehr Zeit für andere Dinge nehmen. In meinem Freundeskreis gibt es viele Menschen die gerne auf Konzerte gehen. Ich bin oft verblüfft darüber wie viel Zeit sie sich nehmen, um diese zu besuchen, mit wie wenig Schlaf sie dann auskommen und wie sie an anderer Stelle Geld einsparen, um diese zu finanzieren. Solche und andere Beispiele für das Ausleben von Prioritäten finden sich viele, manche für mich nachvollziehbar, andere eher unverständlich.

Von vielen Menschen hört man den Satz: „Ich habe keine Zeit“.

Schon der vorige Abschnitt lässt erahnen, sie hätten die Zeit, haben aber andere Prioritäten gesetzt. Nicht das dies negativ zu bewerten wäre, es ist einfach eine Entscheidung die sie getroffen haben. Jeder hat das Recht sich seine Zeit einzuteilen, wie auch immer er mag. Aber jeder sollte sich immer mal wieder fragen:

Hast Du die Prioritäten selbst gesetzt?
Fühlst Du Dich wohl mit Deiner Zeiteinteilung?
Schiebst Du oft Dinge vor Dir her? (Prokrastination)
Fühlst Du Dich ständig unter Zeitdruck?

Für jede dieser Fragen solltest Du Dir dann doch mal Zeit nehmen. Denn jede erklärt Dir etwas über Dich.

Prioritäten die andere setzen könntest Du prüfen, inwieweit sie wirklich in Dein Leben passen, inwieweit sie zu Dir gehören und Du sie leben möchtest. Welche von diesen Prioritäten sind von Dir gesetzt? Welche vom Außen? Welche stammen womöglich noch aus Deiner Kindheit?

Zeiteinteilung. Wer teilt Deine Zeit ein? Hast Du schon mal darüber nachgedacht wie es zu dieser Einteilung kommt? Was wäre wenn Du eine andere Zeiteinteilung wählst?

Prokrastination. Verschieberitis genannt. Weit verbreitet, sehr nervend und Energie raubend. Mag sein das Du unter Druck gut arbeitest, aber das vor Dir her schieben sorgt für einen ständigen Energieaufwand. Dein Bulldozer muss immer mehr und mehr schieben, die Belastung für Deinen Rücken steigt dabei, ist doch ständig alles im Rucksack dabei und wiegt von Tag zu Tag mehr. Machst Du Dir Listen? Datiert? Oder kleine gelbe Zettel in Deinen Kalender? Hast Du überhaupt einen Kalender? Planst Du Deine Freizeit? Viele Fragen, recherchiere doch mal über Prokrastination, da haben schlauere Leute als ich Artikel verfasst die Dich informieren und Dir Wege aufzeigen.

Zeitdruck. Ein echt ekelhaftes Wort! Da übt etwas Druck auf mich aus das doch eigentlich mir gehört und von mir so eingeteilt werden sollte, wie ich das möchte. Kurzfristig, bei Terminen völlig okay, aber dauerhaft, bäh, will ich das in meinem Leben nicht haben.

Die Lösungen liegen allesamt in Dir.

Ärgerlich aber wahr. Heißt, es liegt an Dir wie Du Dich in Deinem Umgang mit Deiner Zeit fühlst. Heißt auch, nur Du kannst etwas verändern, Entscheidungen treffen, Zeiteinteilungen ausprobieren, umstellen, neu einteilen und wieder ausprobieren. Dabei solltest Du aber bitte immer die Frage im Hinterkopf behalten – wer entscheidet? Woher kommen die Prioritäten? Und dann kann es los gehen, nimm Dir Zeit um zu…

Planen – von freien Zeiten. Hoffentlich langweilst Du Dich dann auch, denn das macht kreativ und kreative Lebensgestaltung macht selbstbewusster und zufriedener.

Wählen – womit Du Dich beschäftigen möchtest. Denn aus dem womit Du Dich beschäftigst, besteht Dein Leben.

So, noch Fragen?

Ich nehme mir gerne Zeit für Dich!

Schreib mich an, ruf mich an, komm vorbei, wenn Du Dir Zeit dafür genommen hast.

 😀

 

 

Ich sehe Dich, ich schaue tiefer…

…und ich will Dich nicht manipulieren!

Am Wochenende habe ich es schon wieder erlebt. Begegnungen mit Menschen die tiefer sehen und sich nicht äußern. Menschen, die Dich sehen können, die tiefer schauen und bewusst oder unbewusst mehr über Dich wissen als Du eigentlich preisgibst.

Auf meine Nachfrage, „Warum sagst Du mir dann nicht was Du siehst, so wie ich es oft ungefragt tue?“ kam erstmal nur Schweigen. Dann folgte ein vorsichtiges positives Beschreiben meiner Person, meiner Eigenschaften. Ich ermunterte dazu weiter zu sprechen und auch negative Dinge offen zu benennen, bzw. Defizite. Wieder nur Schweigen. Dann eine vorsichtige Antwort mit aufmerksamem Blick in mein Gesicht, zögerlich Wort für Wort, Reaktionen abwartend und direkt nachgeschoben, „Du bist Psychologin, Du hast das ja studiert.“

😉 Ja und nein!

Im Studium lernt man nicht „tiefer zu schauen“, man lernt Zeichen zu deuten und Symptome zu erkennen. Ein Menschenkenner wird man dadurch nicht. Ein wissenschaftlicher Ansatz erlaubt nur ein geringes Maß an Intuition und „tiefer sehen“ ist Intuition / Unterbewusstsein. Es ist eine Wahrnehmung, die so schnell geht, dass sie da ist, unbemerkt, nicht „erfassbar“ und kaum festzumachen, wann oder wodurch sie entstand.

Es ist wahrscheinlich eine Reaktion auf Mimik, Micromimik, Gestik, Microgestik, auf Geruch, auf, ach was weiß denn ich… Es gibt bestimmt Fachleute die das genauer und besser erläutern können als ich. („Lie to me?“ kann es ja anteilig erklären 😉 )

Auf jeden Fall ist es kein Hellsehen oder in den Kopf gucken. Es ist erlernt, aber meist in früher Kindheit, oft aufgrund der Wahrnehmung einer Gefährdung, zumindest aus einer Notwendigkeit heraus. Und es ist eine Fähigkeit!

Kinder von psychisch Erkrankten können es oft sehr gut. Sie scannen andere Menschen und wissen dabei oft nicht das sie es tun und woher sie wissen, was sie wissen. Die Unsicherheit, ob sie richtig liegen, ob sie jemanden verletzen, ob sie wirklich richtig liegen, verhindert das Aussprechen der „intuitiven Vermutung“. Auch die Befürchtung der Andere, das Gegenüber fühle sich angegriffen, durchschaut, überfahren und wende sich dann ab.

Wir haben da draußen daher viele Menschen, die so viel mehr wissen, als sie sagen. Menschen die, wenn sie sich denn äußerten, anderen viel über sich selbst erzählen könnten und die leider stumm bleiben.

Wir sprechen zu wenig miteinander in dieser Gesellschaft.

Zu viel übereinander.

Wenn Du etwas sehen kannst, was Du von Dir selber kennst, berichte von Dir, ohne den Anderen einzubeziehen oder ihn darauf hinzuweisen, dass es bei ihm auch so sein könnte. Dann kann der Andere einsteigen oder auch nicht. Dann kannst Du die Bereitschaft für ein „Tiefgang Gespräch“ abtasten.

Vielleicht gibt es ab und an mal schwierige Situationen, wenn Du direkt und klar sagst,  was Du wahrnimmst. Dann bist Du über das Ziel hinausgeschossen, warst zu schnell, zu intensiv, zu schwierig für Dein Gegenüber.

Aber es gibt Möglichkeiten sich vorsichtig an diese spezielle Fähigkeit anzunähern.

Du kannst Dich vorsichtig an den Anderen herantasten. Anfangs langsam machen, nur positives aussprechen. Es dabei als Wahrscheinlichkeit ausdrücken und Formulierungen, die wertschätzend sind nutzen, oder, ich denke, ich glaube, ich spüre. Das funktioniert meist ganz gut.

Lass Dich nicht abschrecken falls jemand verunsichert oder gereizt reagiert. Mach dann nur noch viel langsamer. Drücke Dich noch etwas vorsichtiger aus, lass dem anderen Zeit zu verdauen.

Es braucht ein bisschen Übung, Geduld und Durchhaltevermögen. Dann wirst Du aber Menschen um Dich haben vor denen Du Dich nicht verstecken und verstellen musst. Mit denen Du offener sprechen kannst.

Nur Vorsicht, wenn Du einmal auch nur ansatzweise Dein Wissen zu Manipulation nutzt, ist es rum. Das ist so unverzeihlich, dass Dein Umfeld Dich daraufhin nur noch misstrauisch betrachten wird. Fähigkeiten dieser Art zu missbrauchen hat unangenehme und dauerhafte Folgen.

Denk daher daran, es geht darum Dich mitzuteilen, Dich auszutauschen.

Hast Du erste positive Erfahrungen gesammelt kann es Dir passieren das Du in einen Größenwahnsinn verfällst. Nicht schlimm, das ist wie bei Deiner Erfahrung mit allem was Du gelernt hast und zu beherrschen glaubst, die Bauchlandung folgt und ernüchtert.

Hast Du gute Freunde die Dich zurechtstutzen? Umso besser, dann kannst Du vielleicht eine weiche Bauchlandung machen.

Nur gib nicht auf und übe weiter – denn Deine Fähigkeit tiefer zu sehen wird immer wichtiger in unserer Gesellschaft, wenn sie denn aktiv von Dir gelebt wird.

Ich kann ja eh nichts ändern..

 

…“die“ machen ja doch was sie wollen!

Genau! Das ist ein Konzept mit dem Dein Leben sicher besser wird!

Wirf bildlich gesprochen die Eigen-Verantwortung für Dein Handeln und Denken auf den Boden vor Dir und trampel kräftig darauf herum!

Und vergiss nicht allen zu erklären, wie wenig Spielraum Du hast, wie wenig Du ausrichten kannst gegen alle andren, wie wenig Freiraum man Dir zugesteht!

Rede so oft wie möglich über all die Dinge an denen Du nichts ändern kannst!

Entwerfe Katastrophenszenarios, Horrorszenarien und Verschwörungstheorien, damit Du und alle in Deinem Umfeld verunsichert werden und sich hilflos fühlen.

Vielleicht erreichst Du damit sogar das andere ihre Eigenverantwortung auch auf den Boden werfen und darauf herumtrampeln.  Dann hast Du bald ein Umfeld in dem alle nur noch nicken wenn Du sprichst, Dir zustimmen, still stehen, so wie Du!

Steiger Dich in die Abwertung anderer Menschen, all jenen die ihren Idealen folgen oder die einfach nur anders leben oder alle die anders denken als Du selbst. Vergleiche Deine Situation nur mit Menschen die mehr Geld verdienen, mehr konsumieren können, mehr Einfluss haben, oder einfach mit denen die glücklicher sind. (Die sind sicher zu dumm um zu verstehen, wie schrecklich alles ist!)

Und gehe keinesfalls aus Deiner Komfortzone!!!

Ändere nichts!

Manchmal würde ich Menschen in meinem Umfeld am liebsten all das sagen, aber ich tue es nicht. Ich höre mir wieder und wieder an wie schrecklich alles ist, wie die Politik alles falsch macht, wie schlecht es uns geht und das bestimmt alles in Katastrophen endet. In Krieg, in Weltuntergang!

Unterschiedliche Menschen haben dann für mich Dummerchen die verschiedensten Erklärungsansätze, können genau zuordnen woran es liegt, von der Agenda 2010 über mangelndes Nationalgefühl, der Abhängigkeit von Amerika, der Globalisierung, bis hin zu mangelnder Religionszugehörigkeit.

Manchmal reißt es ein Loch in mir auf aus dem dann viele dunkle Gedanken und Angst aufsteigen. Manchmal denke ich einfach nur, sei doch still, es gibt doch andere Themen die uns gut tun würden. Sagen tue ich selten etwas – es sei denn in Zusammenhang mit meiner beruflichen Tätigkeit.

Ich will ja nicht ständig therapieren und psychologisieren…

Aber jetzt mal ehrlich (welch eine dumme Aussage, als würde ich sonst unehrlich sein 😉 Da hat meine Sprache mich doch schon überlistet…  ) Also nochmal – genauer hingeschaut: 

Hat jammern, sich sorgen, schimpfen, abwerten jemals etwas anderes bewirkt als eine Verschlechterung?

Können die Menschen denn dann nicht entweder gegen etwas angehen, aktiv werden, oder einfach still sein?

Ich kann nichts tun gegen unsere Politik, gegen die Wirtschaft, gegen das Plastik im Wasser, gegen die Verschwendung von Ressourcen und die Überflutung der Medien, die Armut, ….

ABER! (Ja, 😉 Ich weiß, ich und mein aber – das ist gut, das widerspricht dem Mainstream, das wechselt die Perspektive!)

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile!

Bedeutet: Wenn jeder in seinem Umfeld ein wenig mehr positives bewirken würde könnte/wir/muss sich etwas ändern.

Ich habe zum Beispiel das Bild vor Augen, jeder nimmt im Wald den Müll mit den er sieht, oder den Müll er macht hat. Der Wald wäre sauber. Oder???

Einkaufen gehen mit einem Lächeln, es wäre eine wahre Freude! Ich würde jeden Tag zwei Scheiben Brot kaufen nur um all die lächelnden Gesichter sehen zu dürfen.

Autofahren mit Rücksicht aufeinander, bedeutend weniger Stress! Und wie gerne würde ich ein paar Meter weiter laufen, wenn sich dafür jemand freut und sich nicht als Sieger, sondern als Beschenkter fühlt.

Kleinigkeiten von denen wir wissen, dass es nicht nur funktioniert, sondern das dies auch unser Lebensgefühl und damit uns und unsere Existenz verändern kann.

Noch ein aber 😦

Vielleicht ist es aber wirklich so, das es bequemer ist Schuldzuweisungen auszusprechen. Vielleicht bilde ich mir nur ein das es den Menschen besser ginge, wenn sie aktiv wären, statt passiv-aggressiv zu schimpfen?

Wie ich überhaupt darauf komme das aktiv besser wäre als passiv?

Dieselben Menschen die diese negativen Äußerungen von sich geben sagen Sachen wie, man sollte mal wieder auf die Straße gehen, man sollte etwas tun.

Wer bitte ist den „man“? Die anderen? Oder meinen die ich soll das für sie tun? Warum sagen sie nicht „ich“? Und – warum tun sie denn nichts außer drüber zu reden was man tun müsse?

Weil sie sich die Energie rauben mit ihren eigenen Gedanken und Äußerungen! Weil sie sich hilflos machen in ihrer Passivität.

Darum kein aber heute!

Lasst uns doch mal wieder einen Tag lang bewusst lächeln und „Guten Morgen“, „Guten Tag“ und „Guten Abend“ wünschen. (Wer ganz mutig ist kann das sogar in einem Satz sagen, z.B.: „Ich wünsche Dir einen schönen Tag“)

Mal schauen ob das Gegenüber dem widerstehen kann.

Denn bitte lieber Leser, mache Dir bewusst das Deine Gedanken Deine Gefühle beeinflusst, das Deine Worte auf Dein Umfeld wirken, das Dein Verhalten Vorbild für andere ist.

Überlege Dir wie Du leben möchtest und beginne Dein aktives Ändern, Schritt für Schritt! Einmal lächeln, einmal etwas tun, aktiv, jetzt!

Hinfallen ist erlaubt, Rückschritte auch – Aufgeben nicht! 😉

Viel Spaß beim Ändern!!!

Ich fang dann mal wieder an 😉

Leider verloren…

Ob Menschen, Dinge oder Fähigkeiten, im Leben herrscht ein stetes kommen und gehen. Man gewinnt Freunde, verliert sie. Man geht Partnerschaften ein, trennt sich. Man erwirbt Fähigkeiten und verlernt sie. All das trägt zu unserer Entwicklung bei und wird auch als „Erfahrungen“ machen bezeichnet.

Bei Zugewinn finden wir das völlig korrekt, bei Verlust leiden wir und vermissen was wir hatten. Dabei könnten wir uns eigentlich daran erfreuen, so oder so, das wir etwas erleben durften, im Guten, wie im Schlechten. Dazu gibt es ein schönes Zitat aus einem schon etwas älteren Film:

„Die Götter beneiden uns. Sie beneiden uns, weil wir sterblich sind, weil jeder Augenblick unser letzter sein könnte. Alles ist so viel schöner, weil wir irgendwann sterben. Nie wirst du zauberhafter sein als in diesem Moment, nie wieder werden wir hier sein.“(Film Troja 2004)

Wer es vermag sich von etwas zu verabschieden, ruhig mit kurzer Trauer aber dann mit wohlwollendem und dankbaren Blick, der wird glücklicher sein und deutlich zufriedener.

Eine Übung für jeden Tag:

Was durfte ich heute erleben, sehen, spüren? 10 Minuten täglich und versprochen, der Alltag wird schöner!

 

Planen…spontan sein ist planlos!

Man weiß woran man ist und wann. Man kann sich darauf freuen – oder, wenn man Pech hat sich Sorgen machen, gar ängstigen der Plan ginge nicht auf. So oder so, Pläne rechtfertigen vieles, sollten nicht über den Haufen geworfen werden, bedeuten Sicherheit und Verlässlichkeit!

Menschen ohne Pläne sind planlos, eindeutig etwas Negatives! Planlosigkeit fällt in die gleiche Sparte wie trottelig, unzuverlässig, jemand dem man besser keine wichtigen Dinge anvertraut.

Die Regierung ist aktuell ziemlich planlos, hat so einiges nicht vorhergesehen und rennt nun den Ereignissen hinterher. Das Ergebnis ist Chaos bei den Flüchtlingen ebenso wie in der Weltpolitik Hätten Sie geplant, so wäre Ihnen das nicht passiert!

Darum bin ich für genaue, terminierte Pläne, überall und jederzeit! Pläne sind was tolles! Alles sollte planbar sein! Dinge die nicht planbar sind kann man komplett aus dem Leben streichen! Die taugen nichts, sind was für Planlose!

Hätte ich genau gewusst wann ich mein erster Kuss stattfinden würde, so hätte ich mir vorher nochmal die Zähne putzen können, hätte ihn mehr genossen und mir keine Gedanken gemacht ob ich gut schmecke Aber da war ich ja noch jung und planlos!

Oder mein erster Autounfall, hätte ich den planen können – aber da war ich ja auch noch jung – so hätte ich die Versicherungsunterlagen dabei gehabt und mir den ganzen Folgestress gespart. Nun ja, ich musste ja erst lernen zu planen

Auch meine Umzüge, zwar geplant aber nicht detailliert genug, wären besser gelaufen, hätte ich einen Plan gehabt der alles miteinbezieht, auch meinen Hexenschuss! Heute wüsste ich ganz sicher wie ich das plane, ohne das mir was verrutscht!

Denn, wer einen Plan hat, weiß was als nächstes passiert, ist vorbereitet, gefeit vor unliebsamen Überraschungen!

Heute küsse ich vorsichtshalber nicht mehr, kann ich ja nicht so gut planen. Autounfälle habe ich schon lange nicht mehr, sind nicht eingeplant, kosten Geld und Nerven, selbst wenn ich die Unterlagen nun alle im Auto habe. Umzüge habe ich hinter mir, mein Plan sieht vor das ich hier wohnen bleibe. Alles gut geplant!

Ich bin auf der sicheren Seite! Ich bin nicht planlos! Ich bereite mich vor und denke viel und lange darüber nach, was ich wann tun werde. Toll dieses Gefühl! Ich hab die volle Kontrolle!

Leider auch ziemlich wenig Zeit. Pläne machen, alles kontrollieren dauert eben ein wenig, wenn man es richtig macht. Solange nichts Unvorhergesehenes passiert, etwas das ich nicht planen konnte und das sich unübersehbar in mein Leben drängt, ist doch alles gut. Und meistens kann ich das was ungeplant passiert ignorieren und so tun als wäre gar nichts – klappt ziemlich oft. Kann ich es nicht ignorieren plane ich danach! Wie ich es verhindern kann, was ich beim nächsten Mal anders mache und damit bin ich wieder auf der sicheren Seite. Dann ist auch wieder alles gut, sicher, planbar.

Ein klein bisschen irritiert bin ich immer mal wieder wie ungeplant mir mein Magen Probleme bereitet, oder mein Rücken. Manchmal ärgere ich mich. Wie wenig Zeit ich habe um mal etwas zu genießen solange wie es mir gut tut. Oder wie wenig spontan ich noch sein kann, weil alles schon geplant ist. Und irgendwie bin ich auch immer müde, könnte ständig schlafen, auch wenn mein Plan das nicht vorsieht.

Heute hatte ich eine Wanderung geplant. Hab ich mich nicht verlaufen weil Die (wer weiß ich ja nicht genau) die Karte so schlecht durchgeplant hatten oder die Wege nicht richtig ausgezeichnet haben. So oder so hatte ich nach der Wanderung ja noch etwas anderes vor, also bin ich völlig erschöpft nach Hause gerannt, weit hinter meinem Zeitplan. Dafür habe ich dann das Essen mit einem Freund abgekürzt und bin statt zwei Stunden nur eine halbe mit ihm weg gewesen. Er war ein wenig beleidigt das ich mir so wenig Zeit für ihn nehme. Dass er nicht mehr in meinen Plan passt hat er persönlich genommen, klar er hatte das ja auch anders geplant. Aber immerhin hat er danach Zeit gehabt die ich ihm sozusagen geschenkt habe. Hab ich ihm auch so erklärt, aber er war trotzdem sauer auf mich. Den plane ich so schnell besser nicht mehr ein.

Okay, ich gebe zu, manchmal funktionieren meine Pläne nicht. Das liegt dann zwar nicht an mir, aber ich muss damit klar kommen dann planlos zu erscheinen, das ist im meinem Plan von meinem Leben nicht enthalten und fällt mir dann echt schwer. Ich habe dann auch Probleme mit diesem Chaos und der ganzen Improvisiererei, gebe ich ungern zu, ist aber so. Und die Zeit wieder rein zu holen um alle Pläne zu überarbeiten ist echt stressig. Aber hab ich dann wieder die Kontrolle, so ist das toll und ich bin sicher und auch stolz darauf, dass ich alles so gut im Griff habe!

Das Wichtigste im Leben ist einen Plan zu haben! Nur dann hat man die Kontrolle, dann kriegt man alles hin was man will und muss und das ist notwendig und richtig. So, ich würde Euch jetzt gerne noch erzählen wie man so richtig gute Pläne macht, aber dafür hab ich keine Zeit mehr. Ich kann aber, Moment mal im Kalender gucken, im Mai hab ich nochmal Zeit, dann erzähl ich es, plan ich ein, versprochen!

(Entstanden aus aktuellem Anlass – einem Rückfall ins Funktionieren nach Plan mit Magenschmerzen, unglücklich sein und versinken im Chaos)

Und dann hab ich mich doch schon wieder mal vergessen…

Viele meiner Klienten kommen zu mir, weil sie vergessen haben ihr eigenes Leben zu leben.

Sie haben immer wieder Zeiten, Phasen, in denen sie sich begegnen, ihre Bedürfnisse spüren, wahrnehmen wer sie sind und was sie bräuchten, für sich.
Sogar krank werden sie manchmal, weil sie sich nicht ausreichend um sich selbst kümmern.
Sie kommen aber einfach nicht dazu. Das Leben ist zu voll, zu voll mit den Leben der anderen.

Das ist dann wie ein Sog.
Ähnlich wie ein überfüllter Raum, in dem man seinen Namen hört, aber den Sprecher nicht findet. Oder der Werbung im Fernsehen die einen immer mal wieder dazu bringt Bedürfnisse zu entwickeln die man nicht hat.
Die Stimmen von außen sind lauter, drängender, jammernder oder fordernder als die innere.
Sie sind näher, obwohl jeder doch sich selbst am nächsten sein sollte.
Und sie sind ausdauernder, beschleunigen ständig ihre Aktivität und das unberechenbarste an ihnen, sie aktivieren eigene innere Stimmen und Mechanismen, unbewusst, im Hintergrund laufende Prozesse die enorm viel Macht haben.

So geraten Menschen in ein Hamsterrad das aus den Bedürfnissen anderer gespeichert wird, sich dreht und dreht und einfach nicht anhält.
Vor lauter laufen, vor lauter von außen an einen herangetragenen Anforderungen merkt man dann nicht mehr was man selbst braucht, was die eigenen bewussten Stimmen sagen. Manchmal mag man es auch nicht hören, es erscheint unbequem und wenig verlockend.
So bleibt „alleine sein“, Stille, Bewegung, gesunde und angemessene Ernährung, selbst schlafen oft auf der Strecke.

Die Menschen um einen herum scheinen aber auch viel bedürftiger zu sein als man selbst.
Die Familie die versorgt werden muss, der Kollegen- und Freundeskreis den man pflegen soll, dazu dann der arbeitslose Freund der keine Bewerbungen schreiben kann, die Freundin die keinen Babysitter für ihre Tochter hat oder der Nachbar der kurz Hilfe braucht.

So schnell hat man sich verloren, in Anfragen anderer, Bitten und Forderungen.
Grenzen setzen scheint dann schwer, vor allem durch die ständige Erreichbarkeit, Whats App, SMS, Telefon, Mails.
All das Abschalten und nicht erreichbar sein fordert im Anschluss ja schon fast eine Entschuldigung.

Also, wie geht`s?
Na den ultimativen und oberklugen Ratschlag hierfür habe ich nicht.
Auch ich gerate immer mal wieder in diesen Sog, genieße die mit dem „gebraucht werden“ einhergehende Anerkennung, die Flucht vor meinen Stimmen und dem inneren Schweinehund der sich so schwer überwinden lässt.
Auch ich gerate immer mal wieder über längere Zeit, Tage, Wochen, manchmal Monate von meinem Weg ab, bin mehr für andere da als für mich, vernachlässige mich, nicht sichtbar, aber immer wieder für mich selbst spürbar.
Je länger man sich vergessen hat, je schwerer wird es zu sich zurückzukehren.

Aber keine Furcht! Es geht!
Schon ein Spaziergang im Grünen, alleine, ohne Mensch oder Haustier und man findet erste Teile von sich selbst. Das Handy hat man zu Hause vergessen… die Uhr auch!
Die Entscheidung wohin man geht, trifft man erst an der Wegkreuzung und langsam kommt man zu etwas innerer Ruhe, die anderen bleiben zurück und die eigene Stimme wird lauter.
Damit man nach diesem Spaziergang nicht vergisst was sie gesagt haben, einen kleinen Block oder Zettel einpacken – ganz altmodisch – auf Papier ein paar Notizen machen zu dem was man für sich tun will.
Zu Hause dies sofort! in einen Kalender eintragen! Mit Datum und Dauer! Sich festlegen für sich selbst, das setzt der Außenwelt Grenzen, schafft Zeiten in denen man sich auf sich besinnen kann und wieder ein Stück des eigenen Lebens zurückbekommt.

Lebensstandard? Leben? Nein! Gutes Leben! oder „Ich will alles und zwar jetzt!“

Lebensstandard oder Leben?

Welch dumme Frage! Beides natürlich!
Ich will Lebensstandard!

Nach Wikipedia: Lebensstandard drückt das reale Niveau des Besitzes und Konsumierens von Gütern und Dienstleistungen aus und ist als quantitative Größe objektiv messbar.

Und Leben!

Leben ist der Zustand, den Lebewesen gemeinsam haben und der sie von toter Materie unterscheidet, sowie die Gesamtheit der Lebewesen in einem abgegrenzten Gebiet.

Beim googeln von „gutes Leben“ bin ich dann aber doch an meine Grenzen gekommen. Dafür gibt es laut Wikipedia keine einheitliche Definition. Woran das wohl liegt?

Viele Seiten im Internet handeln vom „guten Leben“ und empfehlen mir neben diversen Ernährungsweisen, Entspannungsmethoden, Selbstwertaufbau, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel zu konsumieren, Sport zu treiben, Therapien, etc..
Hmmmm, bringt mich nicht wirklich weiter.

Also setze ich mich nun doch selbst hin und denke selbst nochmal darüber nach was es für mich bedeutet. Vielleicht nicht die schlechteste Idee, bin ich anderen doch ähnlich, aber dabei immer noch ich selbst, ein Individuum!
Als ich klein war hätte ich es als spielen, dann später als tolle Jungs und irgendwann als genug Geld zum leben und konsumieren von gewünschten Gütern definiert.
Spielen war toll, keine Frage.

Das mit den Jungs endete häufig in Liebeskummer, also schon nicht mehr so toll.

Und das mit dem Geld haben, nun ja, so zufrieden war ich nicht, denn entweder hatte ich genug Geld, dann aber keine Zeit um in Ruhe auszusuchen wofür ich es ausgeben will, oder ich hatte Zeit aber kein Geld.
Wie ist das heute?
Heute habe ich alle Varianten gehabt, wenig von allem, viel von allem. Dabei habe ich für mich folgendes herausgefunden, meine ganz individuelle Definition vom „guten Leben“, auf der Basis von Erkenntnissen und Erfahrungen die ich mit mir und von anderen gesammelt habe… (Für mich sinnvoll und lebenswert, muss aber natürlich nicht auf alle passen)

Spielen ist weiterhin eine wunderbare Freizeitbeschäftigung, am liebsten mit anderen Menschen. Ebenso draußen sein, wandern, an schönen Orten sitzen, mich in welcher Form auch immer draußen zu bewegen.

Jungs / Männer sind nicht mehr gar so spannend und auf Liebeskummer hab ich definitiv keine Lust. Menschen sind sehr spannend und ich verbringe gerne Zeit mit Ihnen, in direktem Kontakt, aber auch als Beobachter. Kontakte mit Menschen bereichern mich und erweitern meinen Horizont, in der Arbeit, aber auch im Privatleben.

Geld ist wichtig! Ich muss ja meine Lebenshaltungskosten decken können. Aber ich habe erkannt das dies selbst dann möglich ist, wenn ich im Verhältnis zu den Kollegen meines Berufsstandes weniger verdiene und meinen Idealen folge, was mir deutlich mehr Spaß macht als viel verdienen und Ideale vernachlässigen. Dementsprechend arbeite ich weniger, habe aber auch dabei viel Lebensqualität.

Zeit! Das jüngste Element in meiner Definition!

Immer gab es zeitliche Begrenzungen die mein Leben eingeschränkt haben. Als Kind eine begrenzte Zeit des Spielens und draußen seins. Als Jugendliche und junge Erwachsene eine begrenzte Freizeit aber auch eine „realtiv“ kurze Zeit des verliebt Seins und eine lange des Liebeskummers.

Als dann etwas älterer Erwachsener eine begrenzte Zeit in der ich nicht Geld verdienen musste.

Nun in noch etwas höherem Alter die Erkenntnis das ich mehr Lebensqualität will, mit also einerseits die Zeit bewusst und befriedigend  meine Bedürfnisse zu leben, mir andererseits auch ausreichend Zeit lasse um nachzudenken und zu schreiben, was ich ebenfalls als wohltuend empfinde.

Schwupp, schon steht meine Definition von gutem Leben!

Gutes Leben ist für mich…
…die Leichtigkeit und Entspannung (aus der Zeit des Spielens in der Kindheit) im Alltag immer wieder zu reproduzieren.
… Zwischenmenschliche Kontakte als Erweiterung meiner persönlichen Lebenserfahrungen zu nutzen und von und mit anderen immer mehr und weiter zu lernen.
…Geld als ein Mittel zur Lebenserhaltung zu nutzen und mich von dem Konsumdruck, den Erwartungen anderer an meinen Konsum, nicht überrumpeln und beeinflussen zu lassen.
… Meine Lebenszeit bewusst für mich zu gestalten und ohne mir selbst Druck zu machen! dafür zu sorgen das ich immer mehr ich selbst sein kann. Dazu gehört kreativ zu sein, die Arbeit in etwas zu verwandeln was mir Spaß macht und mir Auszeiten zu nehmen für Dinge die ich mag, wie Konzerte, Festivals, Geocaching, Freunde besuchen, schreiben, lesen, träumen…

Ganz einfach soweit. 🙂
Die Umsetzung in meinen Alltag übe ich täglich. In machen Zeiten plane ich meine Freizeit, zu anderen Zeiten lasse ich auf mich zukommen was passiert. Aber ich kontrolliere immer mal wieder ob hier ein Gleichgewicht, oder falls möglich ein Ungleichgewicht zugunsten meiner Freizeit, besteht.

Manchmal funktioniert es besser, manchmal eben nicht so gut. Aus beidem lerne ich und entwickle täglich neue Strategien und Methoden für mein Wohlbefinden.

Wie lautet Ihre / Deine Definition eines „guten Lebens“?

Alt werden gibt´s ganz umsonst – Die Angst vorm „Alt-werden“ ablegen und dadurch jung bleiben

Krampfadern, Falten, Zipperlein … tausend von Stichwörtern könnte man zum Thema „Älter werden“ notieren und die meisten würden Furcht davor auslösen.
Wir sind gut trainiert auf „Jung sein“, ebenso wie auf eine durch Medien bestimmte Figur, Leistungsfähigkeit, Konsum und vieles mehr.
Alt werden macht vielen daher Angst, denn es ist gleichbedeutend mit „versagen“ in Form von nicht mehr leistungsfähig sein, nicht mehr gebraucht werden und letztendlich irgendwann dann eben weg sein, sterben. Aber ist das wirklich so zum Fürchten? Oder ist auch die Angst vor dem älter werden etwas womit wir manipuliert werden? Die Zeitschriften und Medien sind voll davon, Antifaltencreme, figurformende Unterwäsche, Pillen gegen das Altern und Jungbrunnentips…

Viele Versprechen – wenig Wirkung

Ob es viele bunte Pillen, teure Cremes, Ernährungsweisen oder bestimmte Verhaltensweisen sind, nichts kann das älter werden aufhalten oder andersrum das jung bleiben verlängern. Fraglich ist zudem ob das denn überhaupt Sinn macht. Jede Lebensphase hat ihr Gutes auch das Alt sein 😉
Die meisten in der „Bleib jung Kategorie“ angebotenen Dinge sind reine Geldmacherei. Sie machen weder gesund, noch jung, noch erhalten sie einen länger am Leben. Vitamin D und A zum Beispiel bewirken in zu hoher Dosierung das genaue Gegenteil. Vitamin A in hoher Dosierung genommen führt unter anderem zu einem hohen Risiko an Osteoporose zu erkranken. Aber trotzdem kaufen viele Menschen hoch dosierte Medikamente, teure Pflegeprodukte, Bücher, Kleidung, Kuren, in der Hoffnung auf eine lebensverlängernde Wirkung. Zurück bleibt das Gefühl etwas dafür getan zu haben nicht alt zu werden und die Enttäuschung das es nicht so wirkungsvoll und den Erwartungshaltungen entsprechend war.

Schauen wir uns mal die „Alten“, also alt gewordenen Menschen an, stellen wir fest das sich die meisten keine Gedanken übers alt werden gemacht haben, geschweige denn versucht haben es mit Konsumgütern aufzuhalten.

Die Menschen die heute an die Hundert Jahre oder älter sind haben zumeist keine Mittelchen genutzt, keine Vitamine geschluckt oder andere lebensverlängernden Maßnahmen eingeleitet. Sie haben auch keinen Trick, kein besonderes Nahrungsmittel oder eine besondere Tat pro Tag.
Also wie haben sie es gemacht?

Sie haben gelebt und zumeist gut für sich und andere gesorgt soweit dies möglich war.

Wenn man sie befragt stellt man folgendes fest:
Meist hatten sie richtig schwere Lebenszeiten, haben hart gearbeitet, hatten existenziell Krisen und haben sie bewältigt, sind nach dem Hinfallen immer wieder aufgestanden.
Meist sind sie bis ins hohe Alter aktiv geblieben, kreativ und strukturiert in ihren Tagesabläufen. Meist haben sie soziale Kontakte gut gepflegt und waren für andere immer wieder da.
Meist haben sie mehr Lachfältchen als Sorgenfalten.

Verschiedene Lebensphasen führen zu verschiedenen Verhaltensweisen.

In den jungen Jahren, so ab dem Ende der Pubertät, scheint das Leben ausgerichtet auf Nestbau, Eier legen und Aufzucht. Hier bietet sich viel Gelegenheit ein wildes auf und ab der Gefühle zu leben. Angefangen mit Liebeskummer, Unzufriedenheit in der Partnerschaft, Sorgen um die Kinder und die Existenz.
Das gehört dazu. Um solche Lebensabschnitte kommt Mensch kaum drum herum. Die Frage ist wie er / sie mit Belastungen umgeht, sie innerlich bewertet.
Ein Umzug zum Beispiel kann ein schwieriger Prozess sein, perfekte Wohnung suchen, viel Geld investieren müssen, viele Kisten packen, Möbel schleppen, viel, viel arbeiten bis alles fertig ist.
Ein Umzug kann aber auch ein Neuanfang sein, dann ist Wohnung suchen nicht mehr so schwer, das Geld in die Zukunft investiert, die Kisten packen wird zum Aussortieren genutzt und das „schleppen“ wird mit Freunden und Bekannten organisiert, anschließend gibt’s Speise und Trank mit lustigen Geschichten über Umzüge. Die Arbeit ist dieselbe, aber die Belastung erscheint einem deutlich geringer!

Vieles ist eine Frage der Einstellung zu dem was man tut.

Zugegeben, heute ist alles schwieriger als je zuvor, sagt man uns. Junge Menschen kämpfen gegen viele Gegner von A wie Arbeitslosigkeit über L wie Lebensstandard und R wie Renten könnten wir wenn es nach dem Fernsehen oder Internet geht, selbst in der Politik, tausende von Themen aufgreifen. Ist das alles wirklich so?
Der Einfluss der Medien in unserem Leben verursacht uns zusätzlichen „Stress“.
Wir werden vollgestopft mit kaum überprüfbaren Informationen, überschwemmt von Prognosen, Statistiken, die die meisten Menschen kaum lesen geschweige denn verstehen können.
Es ist zudem schwierig sich von ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen im eigenen Umfeld zu lösen, Zeit für sich zu finden in einer Gesellschaft in der alles auf Leistung und Erreichbarkeit ausgerichtet ist.
Aber auch hier kann man sich Ruhezeiten, Erholung, Auszeiten einplanen, wenn man das will!
Allerdings muss man sich dann von dem Anspruch lösen den viele sich auferlegt haben, „Nur ja nichts verpassen“, „Immer up to date sein“…
Tut man dies aber trotzdem regelmäßig, soweit einem dies möglich ist, verliert man sich nicht und bereitet sich damit auch indirekt auf das „genüssliches“ älter werden vor. Denn älter werden hat etwas Schönes, wenn man weiß wie…

Alt werden macht nur dann Angst, wenn man nicht weiß was man damit anfangen soll.

Eine Hypothese die man aus dem schließen kann, was die „Alten“ so erzählen über ihr Leben. Denn sie sind weiterhin aktiv, lösen nicht nur Kreuzworträtsel oder gehen spazieren, schlucken keine Pillen, außer denen die sie wirklich benötigen. Sie machen sich keine Gedanken über Mode und Konsum, Gewicht oder Falten. Erneut, sie leben ihr Leben, ihre Interessen und bleiben kreativ in ihrer Lebensgestaltung. Sie haben Hobbys, den Garten, backen, kochen, lesen, was auch immer. Diese erfüllen sie und sorgen dafür das sie sich selbst nicht vergessen. Im Alter den Dingen nachgehen die ihnen Spaß machen.. Das macht das Leben lebenswert und hält fit.

Die heutigen „Alten“ haben es zugegebenermaßen etwas einfacher.

Zwar haben sie häufig Kriegs- oder Nachkriegszeiten erlebt, mussten mit wenig auskommen, aber sie hatten einen Glauben. Sie glauben oft, dass das Leben nach dem Tod weitergeht und müssen nicht, wie Menschen ohne diesen Glauben alles in das „jetzt und hier“ packen. Ein endliches Leben setzt einen nämlich ganz schön unter Druck.
Wer nichts verpassen möchte muss schuften wie ein Ochse um alles in der kurzen Zeit unterzubringen die so ein Menschenleben ausmacht. Wer alles in nur ein Leben packen will muss daher fast automatisch durchgehend gestresst sein und hat keine Zeit für sich und seine Bedürfnisse, kennt sie womöglich nicht einmal.

Die Produktion künstlicher Glücksgefühle ist hier, neben den vielen Mittelchen, eine der größten Gefahren.

Glücksgefühle durch Chemie ist heutzutage fast schon so üblich wie das Unterdrücken von Schmerzen durch diverse Pillen oder Spritzen. Damit ist die Wahrnehmung des eigenen Körpers, aber auch des Geistes eingeschränkt. Ein ernstzunehmender Verlust! Denn diese leicht zu erhaltenden Glücksgefühle nehmen den schwerer zu erarbeitenden ihren Wert.
Ein guter Freund sagte über den Konsum von Glücksgefühlsverursachern, die Skala von 100 % Glücksgefühl im Normalzustand werde überlagert von dem künstlichen Glücksgefühl. Dieses kann leicht 200 % erreicht. Somit wird es schwer mit den läppischen „normalen“ 100 % noch zufrieden zu sein. Auch stellte er fest, ein rückgängig machen dieser „neuen“ Skala ist schwierig und benötigt viele Jahre. Selbst dann, so sagte er, bleibe eine untergründige Sehnsucht nach dem schnellen und starken, einfach zu errechenden Glücksgefühl zurück.
Aber auch Verdränger und Fluchthelfer sind gefährlich, Alkohol, eine Droge die einem, eingenommen im Übermaß, Lebenszeit stiehlt und gesellschaftlich noch anerkannt ist. Zwar vergisst man auf Zeit was einen bedrückt und belastet, aber es ist nicht weg. Lösungen müssen ja trotzdem gelebt werden. Man hat also nur Zeit vergeudet.

Ohne Angst und Furcht „Alt werden“ bedeutet daher das Leben als das zu nehmen was es ist, ein Zeitablauf mit verschiedenen Phasen.

Hierzu gibt es in der Psychologie sogar unterschiedliche Modelle des Ablaufs und Erklärungen warum das so ist. Aber das würde zu weit führen.
Lebensphase Alter:
Endlich sind die Kinder aus dem Haus, berufliche Verpflichtungen beendet und man kann wieder der Mensch sein und die Interessen leben die man lange zugunsten anderer Verpflichtungen unterdrückt hat, sagt der Mensch, der sein Alter ausfüllen kann und will.
Hilfe, wer bin ich und was soll ich jetzt mit mir und meiner Zeit machen, wo ich nicht mehr gebraucht werde, fragt sich der Mensch, der sich selbst im Leben verloren hat.

Sorgen Sie vor und sorgen sie für sich. Bleiben Sie lebendig, kreativ und achten Sie bei allem anderen immer auch auf Ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen!
Leben Sie diese, verschieben sie diese nicht auf die Rentenzeit! Und alt werden ist bald so etwas wie ein erstrebenswerter Zustand.

Halten Sie unnötigen Stress von sich und den Menschen um sie herum fern!
Konzentrieren Sie sich auf das Schöne und Gute in Ihrem Leben!
Schränken Sie Ihren Medien, Medikamenten, Vitaminzusatzstoff und Nahrungsergänzungsstoffkonsum auf das Nötigste ein!
Widmen Sie sich in Ihrer freien Zeit den Dingen die Ihnen Spaß machen und die Ihnen und anderen gut tun!
Ein gutes soziales Miteinander, die Wahrung von Höflichkeit, Respekt und Wertschätzung halten jung!
Hören Sie nie auf etwas Neues zu entdecken und zu lernen!

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß am Leben, denn es ist ein wahrer Genuß, egal in welchem Alter sie sind, aber 😉 am je mehr, je älter sie werden!

Manipuliere Dich selbst, sonst tut es Deine Umwelt!

Es ist kein Geheimnis, wir werden täglich manipuliert.

Auch wenn kaum jemand es zugeben würde so beeinflusst jeden von uns unsere Umwelt in Form von Werbung. Die Industrie würde ja nicht immer weiter Geld und Zeit in Werbekampagnen stecken, Werbung erforschen wenn diese Menschen nicht dazu bringt zu kaufen was sie kaufen sollen. Ebenso unsinnig wäre es Studiengänge anzubieten, welche die Manipulation von Menschen lehren, wenn es nicht wirklich gut funktionieren würde.

Auch wenn es erneut kaum jemand zugeben würde, oder Menschen vielleicht einfach nicht bewusst darüber nachdenken, beeinflusst das Verhalten unseres sozialen Umfeldes unser eigenes Verhalten.
Dabei geht es einerseits um äußerliches, wie Kleidung, Einrichtung oder andere Konsumgüter, aber auch um Ernährung, Freizeitverhalten oder sogar Sprache.

Wir übernehmen Dinge von außen meist ohne groß darüber nachzudenken.

Besonders deutlich wird dies zum Beispiel bei der Sprache. Jeder der längere Zeit woanders gelebt hat übernimmt Ausdrücke die regional verwendet werden. Meist fällt ihm selbst das nicht auf, allerdings merken es die Menschen sofort die dort geblieben sind wo er herkommt.Auch unter Freunden sieht man häufig eine Annäherung des Kleidungsstils oder des Musikgeschmacks.
Selten passt man sich bewusst an, meist geschieht dies durch Gewöhnung, weil man es täglich sieht, hört, es sich im Unterbewusstsein verankert.

Immer wieder kann man Pandemien von bestimmten Verhaltensweisen oder Konsumgütern beobachten.

Irgendwo wird irgendwas „in“ weil es einer Gruppe Menschen gefällt und breitet sich dann wie eine Welle aus. Hier gibt es ein gutes Buch von Malcom Gladwell, „Tipping point, Wie kleine Dinge großes bewirken“, in dem er versucht die Entstehung solcher Pandemien zu erläutern. Spannendes Buch, wenn auch manchmal nicht so ganz leicht zu lesen.

Wir Menschen sind manipulierbar und nutzen es selbst viel zu selten zu unserem Vorteil.

Der logische Schluss aus der Tatsache, dass wir manipulierbar sind ist, wenn andere das können, dann können wir selbst es auch. Zudem tun wir es ja auch andauernd. Leider meist gegen uns selbst gerichtet, da auch das eher eine unterbewusste Handlung ist. Wir betrügen uns, wissen das etwas uns nicht gut tut und finden doch immer wieder Gründe es trotzdem zu tun. Hier sind Raucher das beste Beispiel, aber auch alle anderen die mit „zu viel Suchtmittel“ ihr Leben beschweren. Diäten die gebrochen werden, Kredite die man aufnimmt für etwas das man nicht wirklich braucht. Oft spielt hier der Selbstbetrug eine große Rolle.

Nutzen wir die Fähigkeit uns zu manipulieren doch mal für, statt gegen uns!

Welche Musik kann die eigene Stimmung verändern? Welche Handlungen?
Wenn wir darüber nachdenken, es anwenden, können wir uns selbst fröhlich oder traurig machen.
Dazu sollte man sich ein kleines Buch anlegen und eine Weile mit sich herumtragen, denn Erkenntnisse über mich selbst neigen dazu schnell wieder in Vergessenheit zu geraten. Also in einem kleinen Notizbuch notieren, grade so wie es kommt reinschreiben und später zu Listen zusammenschreiben. Vielleicht hilft aufräumen oder spazieren gehen den Kopf zu klären? Die Erfahrungen, die wir tagtäglich machen zeigt uns, wie wir uns manipulieren können. Werden wir doch Fachleute für uns selbst und sammeln wir diese „Mechanismen der Manipulation“.

Liste Nummer eins: Gute Gefühle,
Liste Nummer zwei: Traurigkeit,
Liste Nummer drei: Beruhigend.
Liste Nummer drei: …

Nun haben wir das Werkzeug uns selbst zu manipulieren.
Mit Musik ist es meist am einfachsten, es funktioniert aber auch mit Handlungen, mit Kontakten zu bestimmten Menschen, mit Orten.

Viel Spaß und viel Erfolg!

Lebendig sein

Wann merken wir wie lebendig wir sind?
Scheint eine komische Frage zu sein, leben wir doch und sind daher grundsätzlich erst mal lebendig.

Allerdings stelle ich immer wieder fest wie wenig Menschen ihr Leben als lebendig empfinden, wenn sie nicht gerade…

…in einer großen Krise leben,

…frisch verliebt sind,

…von anderen „gesehen“ werden, positiv wie negativ.

Zuviel anstrengendes, angestrengtes Funktionieren im Alltag, zu wenig Selbstwahrnehmung sind der Grund für zuwenig Lebendigkeit.

Schade lebendig fühlen ist schön, gibt Energie und erfreut über die Zeit des Fühlens hinaus.

Im Alltag merken Sie kaum das Sie „lebendig“ sind, denn dieser besteht vorwiegend aus Routine. Das Gefühl des „lebendig seins“ macht sich aber eben nicht an Ihrem „funktionieren“, Ihren Alltagstätigkeiten fest, sondern an Besonderheiten in Ihrem „Fühlen“. Hoffentlich nicht ständige Krisen oder verliebt sein!
Vergleichbar ist dieser Vorgang, in dem „Lebendig fühlen“ untergeht, mit den alltäglichen Automatismen. Von Zähne putzen, über Kaffeemaschine ausmachen, bis zu Haustür abschließen oder Auto starten, haben wir Automatismen entwickelt die wir kaum noch wahrnehmen und oft danach auch nicht sicher sagen können, haben wir es gemacht oder nicht?

Routinen, Automatismen kann man nutzen!

Routine und Automatismen sind sinnvoll und erleichtern uns das Leben ungemein. Sie geben Struktur, wir müssen nicht mehr viel Energie freisetzen darüber nachzudenken was wir tun und können diese Zeit anderweitig nutzen. Oft gefahrene Strecken mit dem Auto legt man so manches Mal zurück ohne sich an einzelne Ausfahrten, oder an das Geschehen im Straßenverkehr zu erinnern. Das sind sozusagen Mini-Trance-Situationen, oder auch Alltagsmeditationen. Zustände in denen man automatisch etwas macht, sich aber im Kopf ganz woanders befindet, einfach nur entspannt, nachdenkt, vielleicht Lösungen kreiert oder Pläne, Gespräche überdenkt.

Schaffen Sie Situationen in denen Sie nicht denken müssen durch die Einrichtung von Automatismen!

Unseren alltäglichen Energievorrat nutzen wir meist bis zum Anschlag und oft weit darüber hinaus. Wir geben täglich nicht nur 100 %, sondern meist 200 % oder gar 300 %.
Da sind Routinen also sozusagen Energiesparer. Dinge auf immer die gleiche Art zu tun, sie zu wiederholen kostet weniger Energie. Der morgendliche Ablauf, Wecker klingelt, Bett aufschlagen, Fenster öffnen, duschen, anziehen, Kaffee trinken, kann und sollte unter der Woche gleich sein. Dabei kann man in Ruhe wach werden und den Tag überdenken. Diese Routine ist leicht zu erreichen, wenn man am Abend zuvor richtet was man morgens benötigt. Zum Beispiel was man anzieht, die Kaffeemaschine lädt, etc.. Damit schafft man einen Freiraum und hat mehr Energie sich lebendig zu fühlen.

Je intensiver wir etwas empfinden, je lebendiger sind wir.

Leider auch bei negativen Gefühlen. Und nochmal leider, bei diesen meist sogar noch stärker als bei positiven Gefühlen. Fazit, wir merken intensiver das wir leben wenn es uns schlecht geht. Dumm gelaufen? Nein, denn wenn es uns schlecht geht benötigen wir viel Energie um aus diesen Löchern wieder heraus zu kommen. Von daher macht diese Intensität des Erlebens Sinn. Aber Spaß macht sie eben nicht! Daher können und sollten wir uns positive Gefühle, das Gefühl von positiver Lebendigkeit in unseren Alltag holen. Keine große Sache, man sollte es eben nur zur Routine werden lassen.

Lebendigkeit steuern braucht nur ein wenig Übung und Wiederholung.

Zwei Absätze zuvor habe ich Sie auf den positiven Einsatz von Routinen hingewiesen, auf Wiederholungen. Nun lassen Sie uns diese für positive Lebendigkeit, für gute Erlebnisse nutzen. Bauen Sie in Ihren Tagesablauf die Routine des gut Fühlens ebenso ein, wie die morgendliche Routine. Wann bleibt Ihnen überlassen, der Zeitraum sollte jedoch mindestens fünf Minuten betragen. Je mehr desto besser!

Geplante Lebendigkeit leben.

Beginnen wir mit der Herstellung von Lebendigkeit 😉

Ihre fünf Minuten, egal wo am Tag, beginnen Sie mit dem Aufsuchen eines sicheren und ruhigen Ortes – innen oder außen.

Der innere Ort

Sind Sie an einen inneren Ort gegangen. Hier können Sie nun auf verschiedene Weise Lebendigkeit in Form eines positiven Lebensgefühls produzieren. Fünfmal tief ein und ausatmen, bitte. Wunderbar, jetzt sind Sie schon mal mehr bei sich selbst als zuvor.
Sind Sie alleine? Dann ziehen Sie eine Grimasse, den Mund zu breitem Grinsen, Augen zusammenkneifen, bis 10 zählend halten und lösen. Genießen Sie nun die Entspannung Ihres Gesichts.
Bleiben Sie mit geschlossenen Augen sitzen und lassen Sie Ihr Gesicht machen, entspannen kann es jetzt von alleine.
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf sich, wie die Luft in Sie ein und ausströmt, wo Sie die Sitzfläche berühren, wo Anspannungen sind die sie durch loslassen noch lösen, Schultern sinken lassen, Füße flach auf den Boden, etc..
Gedanken dürfen Sie kommen und gehen lassen, die sind gerade nicht wichtig.
Sie sind der Fachmann, die Fachfrau für sich selbst. Wenn Sie sich auf sich einlassen, sich diese fünf Minuten pro Tag gönnen, spüren Sie sehr schnell was sie gerade tun können um bei sich zu sein. Mehr ist nicht nötig! Lebendigkeit erreicht man im ersten Schritt durch das Üben von Selbstwahrnehmung.

Der äußere Ort

Wunderbar, Sie sind schon einen Schritt weiter und haben sich Freiraum für Lebendigkeit geschaffen. Fünfmal tief ein und ausatmen, bitte. Wunderbar, jetzt sind Sie mehr bei sich selbst als zuvor. Dann schließen Sie vielleicht einmal die Augen und lauschen Sie auf Ihre Umgebung. Sortieren Sie die Geräusche für sich, ordnen Sie sie ein. Vögel, Wind, Autos, Menschen, was auch immer, lauschen Sie!
Jetzt versuchen Sie dasselbe bei sich. Hören Sie etwas aus Ihrem Inneren?
Spüren Sie dabei Ihre Atmung, das Kribbeln in den Muskeln, die sich lösen wenn Sie sich bewusst darauf einlassen sie zu lockern, sinken zu lassen, zu entspannen.
Genießen Sie sich indem Sie sich wahrnehmen.
Und nun genießen Sie was Sie draußen sehen. Ist es nicht schön, dass sie sehen können, riechen, schmecken, hören. Lebendigkeit erreicht man im ersten Schritt durch das Üben von Selbstwahrnehmung.

Machen Sie diese fünf Minuten pro Tag zur Routine.

Nach dem Wach werden im Bett zu registrieren wie man liegt, beim Duschen das Wasser zu spüren. Beim Kaffee am Morgen vor dem ersten Schluck ein Riechen am Kaffee. Den ersten Schluck verkosten wie einen guten Wein. Es gibt so viele Möglichkeiten diese Routine einzuführen.

Fallen Ihnen welche ein?