Das Loch in meinem Bauch

Früher dachte ich, wenn ich erwachsen bin und in allen Belangen weiß was ich will und auch tun kann was ich will, dann geht es mir gut. So richtig rund herum gut.
Ich bin dann frei, kann entscheiden was ich will und Entscheidungen verändern wann und wie ich will.
So oder so ähnlich ist es ja auch, aber leider nur so ähnlich.
Denn zum gut gehen, so richtig rund herum gut gehen, würde es gehören das dieses Loch verschwindet.

Welches Loch fragst Du?
Na, dieses Loch in meinem Bauch, dieses nimmersatte, immer wieder auftauchende Loch. Getarnt als Sehnsucht, als Gier, als Leere. Das Loch das sich immer und immer wieder breit macht in mir.

Seit ich denken kann stopfe ich es.
Dann scheint es mal für eine Weile gefüllt, zufrieden, bis es sich oft völlig unerwartet wieder auftut und mit gähnender Leere und unendlich scheinender Tiefe mitten in mir ist. Könnte es so wie es wollte würde es mich sicher verschlingen und manchmal, kaum vorstellbar aber wahr, wünsche ich es täte genau das!
Es ist so anstrengend!
Ich kann es nicht lange ignorieren wenn es da ist, ich kann es nicht bitten zu verschwinden und mal eine Pause zu machen, mich verschnaufen zu lassen, es reagiert auf nichts, außer auf Futter.

Immer wieder muss ich nach etwas suchen womit ich es stopfen kann, denn tue ich es nicht versinke ich in dieser Leere. Es ist nicht auszuhalten ohne es zu verschließen und sei es nur für eine Stunde, einen Tag.
Also arbeite ich wie blöde und fülle es mit Leistung, oder ich stopfe es mit Essen, Alkohol, Lesen, Filmen, Menschen oder Drogen. Es ist ja recht genügsam mit dem Füllmaterial. Es muss nicht immer dasselbe sein, nur viel von dem was ich hineintue. Ach ja, Sex geht auch, Anerkennung, manchmal reicht es einkaufen zu gehen, Hauptsache ein Übermaß damit es wieder mal für eine Zeit gefüllt ist.

Manchmal komme ich mir vor wie eine Maschine. Immer dann, wenn es da ist und von mir gefüllt wird ohne das ich das merke. Denn manchmal fülle ich es, wie ein Schlafwandler, gar nicht bei der Sache und doch immer fleißig „stopf, stopf, stopf“ bis es zu ist. Bis ich es nicht mehr spüre, dieses innere, unsichtbare, mich ganz verschlingende, mich erdrückende, triebhafte Ding. Wie eine Würgeschlange hat es mich im Griff, bösartig oder lockend, je nachdem welche Strategie wirkungsvoller ist treibt es mich an und ich fülle, mit Zigaretten, mit arbeiten bis zum Umfallen und darüber hinaus, mit Mahlzeiten die einem schwer arbeitenden zustehen würden, von denen mir dann aber nur schlecht ist.

Ich weiß es taucht wieder auf, wird niemals ganz verschwinden, nie aufhören mich zu foltern. Ich habe es erforscht, weiß woher es kommt und kann es trotzdem nicht los werden.
Da hat erwachsen werden nichts genutzt.
Vor der Sehnsucht nach dem was ich früher nicht haben konnte, was man mir nicht geben wollte, vor der Leere kann ich nicht weglaufen. Die hat sich in mir ein Nest gebaut, ein unsichtbares, unstillbares Verlangen, dass kein Arzt entfernen, dass kein Mensch füllen kann, nicht dauerhaft, auch ich nicht…

Allgemeine Informationen zu Cannabis (THC)

Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland und der häufigste Anlass für eine erstmalige Drogentherapie.

9 % aller Konsumenten, 17 % der Personen mit einem Konsumbeginn in der Adoleszenz und 25–50 % der Menschen, die Cannabis täglich konsumieren, entwickeln eine Abhängigkeit.

Beginn in der Adoleszenz sowie hochdosierter, langjähriger und regelmäßiger Cannabisgebrauch erhöhen das Risiko für unterschiedliche Störungen der psychischen und körperlichen Gesundheit sowie der altersgerechten Entwicklung. Andere spezifische Risikofaktoren werden derzeit untersucht.

Die weltweit kontinuierliche Zunahme des Gehalts an Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) – dem psychoaktiven Hauptwirkstoff – in Cannabisprodukten könnte mit einer Erhöhung der gesundheitlichen Risiken
assoziiert sein, vor allem wenn Cannabis im Jugendalter konsumiert wird.

Kombinationen aus Motivationsförderung, kognitiver Verhaltenstherapie und Kontingenzmanagement (gezielte Belohnung) sowie familientherapeutische Interventionen bei Jugendlichen sind zurzeit die effektivsten Behandlungsansätze der Cannabisabhängigkeit

Was ist Sucht / Abhängigkeit?

Sucht / Abhängigkeit braucht keinen Stoff. Krankhaft abhängig werden kann man auch von Kicks jenseits psychoaktiver Wirkstoffe. Aber im Unterschied zu vielen anderen Versuchungen greifen psychoaktive Drogen in den Gehirnstoffwechsel ein.

Um als süchtig zu gelten, müssen nach der medizinischen Definition mindestens drei von sechs Kriterien zutreffen:

– das starke, oft unüberwindbare Verlangen nach der Substanz (auch als „Craving“ oder „Suchtdruck“ bezeichnet)
– Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren
körperliche Entzugssymptome
– eine zunehmende Gewöhnung an die Substanz, sodass es immer größerer Mengen bedarf, damit die gewünschte Wirkung eintritt
– eine fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen
– die Unfähigkeit, die Droge aufzugeben, selbst wenn man sich der Risiken voll bewusst ist oder bereits unter schädlichen Folgen leidet.

Hat die Sucht einen erst einmal fest im Griff, beherrscht der Wunsch nach mehr und das nachlassende Interesse an den meisten anderen Bereichen des Lebens oft in eine Spirale von sich gegenseitig verstärkenden Problemen, die zu einem langfristigeren Ruin führen. Gesundheitlichen Schäden durch hohe Dosierungen, Füllstoffe, der Co-Konsum weiterer Drogen, körperliche Belastung führen häufig zu Erkrankungen. Hinzu kommt sozialer Rückzug und psychische Störungen als weitere Gefährdungen.

Übel dabei ist, dass das so genannte Lustzentrum im Gehirn lernt, dass positive Gefühle mit dieser Situation oder diesem Genussmittel zusammenhängen.

Der Wunsch nach Wiederholung von Dingen, die uns gut tun führt beim Drogenkonsum durch eine besonders intensive Stimulation schnell zu einer Abhängigkeit.
Die konstante Überstimulation der Transmittersysteme führt dazu, dass sich Rezeptorstrukturen im Gehirn verändern – eine Gewöhnung tritt ein. Die Toleranz / Dosis steigt und der Lernprozess ist er kaum mehr umkehrbar.
Die Fixierung des Belohnungssystems auf die Droge führen auch in anderen Gehirnregionen wie dem präfrontalen Cortex und der Amygdala zu dauerhaften Veränderungen; das so genannte Suchtgedächtnis bildet sich aus. Sämtliche mit der Droge verknüpften Reize erhalten fortan so viel Bedeutung, dass sie selbst nach einem körperlichen Entzug schnell wieder unbezähmbares Verlangen nach dem Stoff heraufbeschwören.

Was wirkt bei THC?

Nur die Stengel sowie Blatt- und Blütenstände der weiblichen Cannabispflanze (Cannabis sativa) enthalten Drüsen, die Cannabis-Harz produzieren.
Bisher sind 483 Inhaltsstoffe im Cannabis-Harz identifiziert worden, darunter 66 Cannabinoide. Cannabinoide sind sehr lipophile 21C-Terpene. Hervorgehoben werden sollen Δ-9-Tetrahydrocannabinol (Δ-9-THC) und Cannabidiol. Während Δ-9-THC hauptsächlich für den Rauschzustand verantwortlich ist, hat Cannabidiol keine berauschende Wirkung und soll antikonvulsiv und bisher im Tierexperiment antipsychotisch und anxiolytisch wirksam sein.
Der Gehalt an Δ-9-THC in getrockneten Blüten- und Blattständen (Marihuana) liegt in der Medizinal Cannabisblüte bei 1 – 22 %, Cannabidiol 1 – 9%. Neben den primär aus Pflanzen gewonnenen natürlichen Cannabinoiden sind mittlerweile auch synthetisch erzeugte natürlich vorkommende Cannabinoide und vollsynthetische Derivate erhältlich, die sich z. T. in arzneilicher Verwendung befinden (z. B. Dronabinol, Nabilon).

Die Bioverfügbarkeit (bezeichnet den prozentualen Anteil des Wirkstoffs einer Arzneimitteldosis, der unverändert im systemischen Kreislauf zur Verfügung steht. Die Bioverfügbarkeit ist eine Messgröße dafür, wie schnell und in welchem Umfang ein Arzneimittel resorbiert wird und am Wirkort zur Verfügung steht.) ist je nach Aufnahmemodus stark variabel und liegt zwischen 2 und 60 %. In der Leber entstehen mehr als 20 Metaboliten (Zwischenstufen oder Abbauprodukte von Stoffwechselvorgängen). Der Hauptmetabolit von Δ-9-THC ist 11-OH-THC und ebenfalls psychotrop (ein die Psyche des Menschen beeinflussender Stoff). Die Eliminations-Halbwertszeit aus dem Plasma liegt bei > 7 Tagen; 25 % der Metaboliten werden renal (über die Niere) und 65 % über den Darm eliminiert. Die Absorption von Δ-9-THC hat eine zweigipflige Kinetik (zweigipfeliger zeitlicher Reaktionsablauf). Nach Inhalation kommt es innerhalb weniger Minuten zu einer maximalen Konzentrationsspitze von Δ-9-THC im Plasma. Innerhalb der nächsten Stunde fällt der Plasmaspiegel schnell auf ca. 10 % des Spitzenwertes ab. Aufgrund der starken Lipophilie verteilt sich Δ-9-THC v. a. in das Fettgewebe und gelangt von dort wieder in das Plasma.
Die Zeitkurve der Δ-9-THC-Konzentration im Blut verläuft nicht parallel zur Zeitkurve der Rauschwirkung. Bei regelmäßiger Einnahme kommt es zur Kumulation insbesondere des Metaboliten THC-COOH, der nach Konsumende u. U. noch für Wochen in Spuren im Blut und noch länger im Urin nachweisbar ist. Bei gelegentlichem Konsum dauert die Ausscheidung in den Urin 3 – 5 Tage an.

Wo wirkt THC?

Das Δ-9-THC entfaltet seine Hauptwirkung im Gehirn nach derzeitigem Kenntnisstand über den Cannabinoid-1-Rezeptor (CB1-R). Der Cannabinoid-Rezeptor 1 findet sich vorwiegend in Nervenzellen. Am häufigsten kommt er im Kleinhirn, in den Basalganglien (Die genaue Funktion der Basalganglien ist zur Zeit nur rudimentär geklärt. Man geht davon aus, dass die Basalganglien an der Filterung und Prozessierung von motorischen und komplex-integrativen Handlungsmustern beteiligt sind.) sowie im Hippocampus (Ein wichtiger Bestandteil für die Gedächtnisbildung, bei der Zerstörung beider Hippocampi können keine Informationen mehr vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis gelangen. Man nimmt an, dass der Untergang von Neuronen im Hippocampus (und der angrenzenden Area entorhinalis im Gyrus parahippocampalis) zu den charakteristischen Merkfähigkeitsstörungen führt. Die Neurone des Hippocampus neigen zu Spontanentladungen, so dass es bei Beeinträchtigungen zu epileptischen Anfällen (komplex-fokale) kommen kann. Eine Unteraktivität der Neurone von Hippocampus und Gyrusparahippocampalis so vermutet man, sollen zur Entstehung von Schizophrenie beitragen). Aber auch im peripheren Nervensystem (z. B. im Darm) ist er zu finden.

So befinden sie sich in besonders hoher Dichte im Zerebellum
(Funktionen indirekter Einfluss auf die Stützmotorik, Feinabstimmung der Augenbewegungen, die Stellung der Extremitäten, des Rumpfes und des Muskeltonus), Hippocampus und der Substantia nigra (Ihren Namen verdankt sie einem hohen Melaninanteil in den Zellkernen. Und ihre Berühmtheit der Krankheit Parkinson: Da sie mitten in einem Netz von Systemen sitzt, die Bewegungen verschalten und koordinieren, hat ihr Ausfall fatale Folgen für Bewegungseinleitung und den grundsätzlichen Antrieb zu einer Bewegung. Der Neurotransmitter der Substantia nigra ist das Dopamin – und es sind diese dopaminergen Neurone, die bei Morbus Parkinson absterben.)
Cannabinoid-Rezeptoren werden durch sog. Endocannabinoide stimuliert.
Diese Endocannabinoide entstammen dem Phospholipidstoffwechsel von Plasmamembranen und imitieren im Tierexperiment viele Wirkungen von Δ-9-THC, schwächen sie in niedrigen Dosen jedoch auch ab. Vieles deutet darauf hin, dass Endocannabinoide eine Feineinstellung der Neurotransmission (interzellulärer Übertragung von Information) vornehmen. Den Effekt könnte man mit einem Lautstärkeregler vergleichen, den man herunterdreht, wenn die Lautstärke zu groß wird: Das Endocannabinoid-System tritt in Aktion, wenn die Signalübertragung an der Synapse eine bestimmte Intensität erreicht hat, und reduziert diese. Je nach Art der Synapse hat das unterschiedliche Auswirkungen: Bei einer erregenden Synapse, wird die Erregung gehemmt – bei einer hemmenden Synapse wird die hemmende Wirkung gehemmt, was unterm Strich mehr Erregung bedeutet.

In Zellkulturen wurde eine cannabinoid-bedingte Hemmung der Bildung neuer Synapsen zwischen hippocampalen Neuronen beschrieben. Möglicherweise aktivieren psychotrope Cannabinoide hier CB1-Rezeptoren, die sich v. a. auf GABAergen Interneuronen befinden. Deren GABA-Ausschüttung wird dadurch vermindert mit der Folge, dass dopaminerge Projektionsneurone mehr Dopamin ausschütten können und dadurch möglicherweise ein Belohnungsverhalten verstärken.

Der Subtyp 2 (CB2-R), findet sich vorwiegend auf Zellen des Immunsystems und auf Zellen, die am Knochenauf- und -abbau beteiligt sind.

Weitere Problematik…

Es wird geschätzt, dass sich bei mehr als 70 % der Cannabisabhängigen eine andere komorbide psychische Störung (eine weitere psychische Störung, die neben einer anderen, primären psychischen Störung vorhanden ist) finden lässt.

Gedächtnis und Leistung?

In neuropsychologischen Untersuchungen inklusive Leistungstests finden sich häufig auch außerhalb der Intoxikation kognitive Defizite (z. B. im Arbeitsgedächtnis und in exekutiven Funktionen). Akuter Cannabiskonsum beeinträchtigt kognitive Funktionen (insbesondere Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit). Das Maximum der Funktionsbeeinträchtigung korreliert mit dem Maximum der Blutkonzentration von Δ-9-THC (ca. 40 Minuten nach dem Rauchen von Cannabis).
Die Funktionseinschränkung ist intra- wie interindividuell hochvariabel. Abhängig von Konsummenge und -dauer sind Konzentrationsstörungen und Störungen des Kurzzeitgedächtnisses noch 48 Stunden nach dem letzten Cannabiskonsum nachweisbar.
In einer kontrollierten Laborstudie konnte der Konsum eines Joints in den ersten Stunden eher explizite als implizite Gedächtnisanteile stören, wobei 24 Stunden später keine Störung dieser Gedächtnisanteile und des Arbeitsgedächtnisses mehr gefunden wurde. Komplexe Leistungstests fanden sich leicht verschlechtert. Am Flugsimulator waren die Leistungen noch 24 Stunden nach dem Rauchen von Cannabis signifikant verschlechtert.
Bei chronischen Konsumenten (z. B. mehr als 5000-maliger Konsum, Dauer des fast täglichen Konsums länger als 10 Jahre) finden sich in der Literatur Hinweise für eingeschränkte kognitive Funktionen (Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit) in den ersten ca. 3 Wochen der Abstinenz. Inwieweit diese Störungen persistieren und ob sie mit der Häufigkeit bzw. der Dauer des Cannabiskonsums korrelieren, ist bisher unklar.

Psychose?

Bei der Intoxikation mit hohen Cannabisdosen kann es zu akut psychotischen Reaktionen (F 12.04) sowie deliranten Zuständen (F 12.03) kommen, die auch mehrere Tage anhalten können (F12.50, s. u.). Eine prospektive epidemiologische Erhebung aus Australien konnte zeigen, dass psychotische Symptome bei chronischen Cannabiskonsumenten bei etwa 1,2 % der untersuchten Personen zum Zeitpunkt der Stichprobe zu erheben waren. Bei Cannabiskonsumenten, die gleichzeitig vermehrt Alkohol konsumierten, lag diese Rate noch höher.
Nach akutem hochdosierten sowie nach chronischem höherdosierten Cannabiskonsum sind länger anhaltende psychotische Episoden mit meist schizophreniformer Symptomatik beschrieben. Die Symptomatik dauert dabei länger als 48 Stunden und tritt unmittelbar während oder innerhalb von zwei Wochen nach dem Cannabisgebrauch auf.

Geschlechtsunterschiede?

Männer sollen ein höheres genetisches Risiko zur Ausbildung einer Cannabisabhängigkeit besitzen als Frauen.

Resümee!

Akute Anzeichen eines Cannabisrauschs sind Benommenheit, Euphorie, Gedächtnisstörungen, Mundtrockenheit, Pulsanstieg und verringerter Blutdruck. Bei höheren Dosen kommt es zu Koordinationsstörungen, Lethargie, zu verlangsamter Sprache. Bei Menschen, die eine entsprechende Veranlagung haben, kann Cannabiskonsum zu Krämpfen führen.

Cannabis kann psychisch und auch physisch abhängig machen. Die körperliche Abhängigkeit nehmen Konsumenten jedoch nicht direkt wahr: Weil Cannabis fettlöslich ist und nach dem Absetzen noch einige Zeit aus dem Fettgewebe ins Blut abgegeben wird, dauert es, bis Entzugserscheinungen eintreten. Erst nach fünf bis zehn Tagen sind diese Fettspeicher entleert – Symptome eines Entzuges treten auf. Lange war es strittig, ob es ein Cannabisentzugssyndrom gibt, 2014 allerdings wurde es in den Leitfaden psychischer Störungen DSM 5 aufgenommen.

Jugendliche, die regelmäßig Cannabis konsumieren, zeigen Entwicklungsdefizite und erreichen schlechtere Schulabschlüsse. Cannabis erhöht bei Jugendlichen mit Anfälligkeit für Psychosen zudem bei chronischem Konsum das Risiko für die Entwicklung psychotischer Episoden im Erwachsenenalter. Davon abgesehen verschlechtert es allgemein den Verlauf psychotischer Erkrankungsbilder.

Akute Gefährdungen

Solange sich der Konsument im Rausch nicht in gefährliche Situationen (z. B. Klettertouren, Tauchen, Autofahren, Arbeiten an Maschinen) begibt, sind reine Cannabis-Intoxikationen nicht lebensgefährlich und benötigen keine besondere Behandlung oder Überwachung.