Datenschutz – ein Entkommen gibt es trotzdem nicht!

Datenschutz ist Pflicht. Für jedes Unternehmen. Endlich könnte man jetzt sagen… wenn es denn nur wahr wäre!

Da ich eine Homepage habe, eine Seite auf WordPress und in Facebook, bin ich verpflichtet der neuen Datenschutzverordnung zu folgen. Dazu habe ich für meine Homepage natürlich eine Seite „Datenschutz“ erstellt. (Musste ich selbst machen, denn Fachleute kosten Geld und das nutze ich lieber für eine kostenlose Sprechstunde. Hoffentlich reicht das, was ich geschrieben habe, denn verstanden hab ich nur die Hälfte.)

Also hiermit erkläre ich auch hier nochmal: (Abgesehen davon das Ihre Daten, soweit mir direkt zugänglich, sicher sind.)

Aber: Ohne es zu wollen scheine ich Daten zu sammeln, weiterzuverbreiten, an Marketingunternehmen, Online Dienste, etc.. (Und dagegen kann ich, soweit ich es verstehe, sobald ich im Internet unterwegs bin, auch gar nichts tun.)

In meinem Job sammle ich jeden Tag Daten, in jedem Gespräch. Die verschriftlichten muss ich 10 Jahre aufbewahren. Ich bin persönlich haftbar für deren Sicherheit. Die Daten, das Wissen über andere Menschen sind bei mir sicher! Nicht weil ich muss, sondern weil ich will!

Bei uns Psychologen wird diese Sicherheit sehr GROSS geschrieben, auch schon vor der DGSVO. Dabei bräuchte mir das niemand beizubringen oder mich dazu zu verpflichten, denn ich würde auch nicht wollen, das meine Gespräche mit irgendwem, irgendwann, irgendwo wieder auftauchen.

Bei mir gibt es auch keine Ausnahme von dieser Schweigepflicht über Klienten, Inhalte der Gespräche, etc.. Nur der Klient selbst entscheidet, wer, wann, was erfahren darf. Ausnahme: Er kündigt mir eine Straftat an, die er in der Gegenwart oder Zukunft begehen will. (Das tut er aber im Allgemeinen nur dann, wenn ich ihn davon abhalten soll.)

Ich habe mir mit Ende 20 mal überlegt, wie es wäre, wenn ein Reporter meine Tagebücher (fleißig geschrieben über damals 13 Jahre) finden und lesen würde. Auszüge mit den schlimmsten meiner Taten würde er öffentlich machen, da wo ich wohne und arbeite. Ich würde mich schämen, aber ich könnte bei allem was ich geschrieben habe erklären, warum ich damals so und nicht anders gedacht, gelebt, mich verhalten habe. Manchmal dumm, manchmal grenzüberschreitend und abwertend oder auch gefährlich. So wie ein durchschnittliches Leben abläuft – man lernt dazu, verbessert sich, macht Fehler nicht mehr.

Mein Resümee: Kann ich, auch wenn es peinlich wäre, mit leben.

Natürlich würde ich gerne kontrollieren wer, was über mich weiß. Auch wer wie über mich spricht, schreibt, denkt. Kann ich aber nicht, vielleicht auch ganz gut so.

Bei der DGSVO frage ich mich, wem diese dient, außer den Anwälten die Abmahnen, den Menschen die damit Geld verdienen. Sie ist undurchschaubar, schwer bis völlig unverständlich, frisst vielen Menschen viel Lebenszeit weg und hinterlässt eine breite Spur von Unsicherheit und Furcht.

In meiner Fassung der Datenschutzerklärung steht so etwas wie, „Hallo, ich sammel Eure Daten und gebe sie an Dritte weiter, an Google, an Facebook, etc.. Und da steht, wehrt Euch dagegen, wenn Ihr wollt…“ Dumm, oder? Aber das ist das, was jetzt verlangt wird.

Klar, wenn ich könnte, würde ich nicht mit den Datensammlern arbeiten. Aber dann müsste ich mich wahrscheinlich aus dem Internet verabschieden.

Dazu bin ich zugegebenermaßen zu egoistisch!

Ich lebe ja davon das andere Menschen mich finden und mich beauftragen. Meist per Empfehlung und Mundpropaganda [welch ein Wort 😉 ], aber auch manchmal über die Internetauftritte. Auch privat informiere ich mich gerne aktuell und vielseitig, ich kommuniziere gerne, insbesondere mit Freunden, die zu weit weg sind um sie grad eben mal zu besuchen.

Schöne neue Welt. Alles ist so wie immer.

Ob ich ungewollte Werbung im Briefkasten oder auf Seiten habe, die ich im Internet besuche…

Ob der Eismann weiß welche Eissorte ich am liebsten esse…

Ob meine Nachbarn darüber reden, wann ich nach Hause komme, welche Tage ich frei habe, wie lange Licht bei mir brennt…

Und ob jemand über mich redet, denkt, schreibt…

Ich kann das Meiste davon nicht verhindern. Ich konzentriere mich lieber nicht darauf, denn es ist negativ, macht unsicher, Furcht oder gar Angst. Da lebe ich doch lieber mit den positiven Aspekten des Lebens: Ich bin okay, wie ich bin, finde ich, also lass die Leute reden! (Haben die Ärzte schön auf den Punkt gebracht: [Dies ist ein Zitat aus einem Ärzte Lied und ich habe keine Erlaubnis eingeholt es zu verwenden 😦 Daher habe ich vorsichtshalber mal die Vokale weggelassen.]

L?ss d?? L??t? r?d?n ?nd h?r ?hn?n n?cht z?
D?? m??st?n L??t? h?b?n j? n?chts B?ss?r?s z? t?n
L?ss d?? L??t? r?d?n b?? T?g ?nd ??ch b?? N?cht
L?ss d?? L??t? r?d?n, d?s h?b’n d?? ?mm?r sch?n g?m?cht

Hätte ja gerne einen leserlichen Text produziert, aber leider weiß ich nicht mehr was ich darf und was nicht…

 

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